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Offizieller Teaser des BMW Megacity Vehicle

Es ist leicht zu vergessen, dass BMW bereits zwei Elektrofahrzeuge produziert hat - den 2009 MINI-E, der in den USA und anderswo in den Händen von Einzelpersonen getestet wird, und das 2009 ActiveE-Konzept, das auf seinem 1er Coupé basiert.

BMW arbeitet gerade an einem anderen Elektrofahrzeug, das das berühmte blau-weiße Propellerabzeichen tragen wird. Das rein elektrische Modell, bekannt als Megacity, soll 2013 erscheinen, und das britische Automagazin Autocar hat weitere Details über das radikale Fahrzeug bekannt gegeben.

Die Megacity ist für BMW der Beginn einer völlig neuen Denkweise. Es wird nicht nur der erste richtige Serien-EV der Marke sein, sondern die Technologie unter den schwebenden Konzeptlinien wird auch mehrere andere zukünftige BMWs unterstützen und es zu einem äußerst wichtigen Auto für das Unternehmen machen.

Wie wir bereits im April geschrieben haben, wird der Megacity mit einem leichten Kohlefaserkörper bekleidet sein, und Autocar hat bekannt gegeben, dass das Chassis aus Aluminium bestehen wird. Abgesehen von den Vorteilen des geringeren Gewichts und der Korrosionsbeständigkeit ist das Chassis von der Karosserie getrennt (wie bei einem LKW), sodass es kostengünstig in zahlreichen verschiedenen Fahrzeugen eingesetzt werden kann.

Der Akku wird schwach im Gehäuse montiert. Dies schützt es im Falle eines Unfalls, hilft aber auch bei der Handhabung, indem der Schwerpunkt niedrig gehalten wird. Das einfache Gehäuse ermöglicht die einfache Installation des großen Akkus und den Zugriff, falls dieser gewartet werden muss.

Das Aluminium-Chassis bildet auch die Crash-Struktur des Autos und verformt sich, um zu verhindern, dass der Carbon-Unibody bei einem Unfall teure Schäden erleidet. Karosserieteile wie die Motorhaube und die Frontflügel werden wahrscheinlich aus demselben Grund aus spritzgegossenem Kunststoff hergestellt, um die Kosten für die Reparatur von Unfallschäden zu senken.

Ziel des Unibody- und Aluminium-Verbundchassis ist es, die Wartung auf ein Minimum zu reduzieren und die Lebensdauer des Fahrzeugs deutlich zu verlängern - wichtig aus Sicht der Nachhaltigkeit. Das Auto wird nur die Hälfte der Komponenten eines aktuellen Autos haben, und BMW erwartet, dass der Megacity eine doppelte oder sogar dreifache Lebensdauer seiner aktuellen Autos hat und während dieser Zeit nur sehr wenig Wartung benötigt.

Der wartungsarme elektrische Antriebsstrang spielt dabei eine zentrale Rolle, ist aber auch unerlässlich, um keine Auspuffemissionen zu verursachen. BMW geht davon aus, dass viele Städte in Zukunft nur noch eingeschränkten Zugang zu Autos mit innerer Verbrennung haben werden. Mit einem Elektroauto können Käufer in der Stadt ihre persönliche Mobilität behalten.

BMW erwägt die Option von Motoren mit erweiterter Reichweite, wobei eine 1, 0-Liter-Zweizylinder-Option in Betracht gezogen wird. Auf diese Weise kann ein kleinerer Akku verwendet werden, wodurch Gewicht und Kosten reduziert werden. Trotz des kleinen Motors kann dennoch eine hohe Leistung erzielt werden, wodurch der Ruf von BMW für Hochleistungsautos erhalten bleibt.

Laut Autocar reagiert BMW-Designchef Adrian van Hooydonk mit der Megacity auf die veränderten Vorlieben der Verbraucher. Es spiegelt Bedenken hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umwelt sowie die Verschiebung der Kundenerwartungen an Premium-Produktdesign von "feinen Materialien, Präzision und Extravaganz" zu Nachhaltigkeit, Rationalität und der Fähigkeit zum Recycling und zur Wiederverwendung wider.

Bereits im März gab BMW bekannt, dass der Megacity in seinem norddeutschen Leipziger Werk gebaut wird. Der Verkauf soll 2013 beginnen.