Anonim

General Motors machte kürzlich Schlagzeilen mit dem Versuch, den Begriff „Range Anxiety“für Werbekampagnen für sein Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite, den 2011 Chevy Volt, zu kennzeichnen.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, der Autohersteller habe versucht, das Image aller Elektrofahrzeuge ernsthaft zu verwischen, was zur Folge hatte, dass die Batterietechnologie einfach nicht für den Einsatz in Elektrofahrzeugen bereit war.

Während der 2011er Chevy Volt die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht, deuten mehrere Testprojekte innerhalb des Autoherstellers darauf hin, dass GM und seine Tochtergesellschaften weltweit todernst daran sind, wieder ganz elektrisch zu fahren.

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Chevrolet Cruze EV, Testflotte in Südkorea, Oktober 2010

Kurz nach den Sommerankündigungen von GM, dass an einer vollelektrischen Version des GM Sail gearbeitet wird - einem von GM China verkauften Kleinwagenmodell - kam letzte Woche die Nachricht, dass der globale Autohersteller ein vollelektrisches 2011 testet Chevy Cruze EV in Südkorea.

Letzte Woche hat Opel / Vauxhall, der europäische Arm von GM, seinen Vivaro e-Concept vorgestellt, einen vollelektrischen Van mit erweiterter Reichweite, der genauso groß ist wie ein Mercedes Sprinter. Ähnlich wie beim 2011er Chevy Volt in der Technologie kann das Konzept mit seinem Lithium-Ionen-Akku bis zu 100 km weit fahren, bevor ein kleiner 1, 4-Liter-Motor eingeschaltet wird, um einen Betrieb mit erweiterter Reichweite zu bieten.

Mit dem 2011 Chevy Volt hat das Vivaro e-Concept die Gesamtzahl der von GM getesteten oder produzierten Plug-in-Fahrzeuge auf vier erhöht.

Es stellt sich heraus, dass es noch mehr gibt.

Wir hatten letzte Woche einige Gerüchte gehört, dass begeisterte Fotografen in Deutschland einige verdeckte Opel Meriva-Minivans ausspioniert hatten, die während eines Straßentests an einem abgelegenen Ort aufgeladen wurden.

Heute bestätigte GM das Gerücht und die neueste seiner Testflotten. Basierend auf der europäischen Meriva-Plattform für kleine Minivans, die bei europäischen Fußballmüttern so beliebt ist, kann die vollelektrische Testflotte bis zu 40 Meilen pro Ladung zurücklegen.

Im Vergleich zu anderen getesteten Elektrofahrzeugen ist die Reichweite wirklich miserabel. Und die 0-62 Meilen pro Stunde von 11 Sekunden ist kaum etwas, worüber man sich aufregen könnte. Aber die Meriva-Testflotte hat einen weitaus interessanteren Partytrick.

Es kann das Netz wieder mit Strom versorgen.

Das als Vehicle To Grid oder V2G bezeichnete System ermöglicht es dem Elektroauto, das Stromnetz wieder mit Strom zu versorgen oder im Falle eines Stromausfalls oder einer Naturkatastrophe sogar als riesiges Batterie-Backup-System für ein Haus zu fungieren. Dies verleiht dem Auto nicht nur eine zusätzliche Funktionalität, sondern hilft dem Stromnetz auch, Nachfragespitzen zu bewältigen, indem ein V2G-Fahrzeug eine winzige Energiemenge aus seinem Akkupack an das Stromnetz zurückgeben kann.

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GM / Opel_e_Vivaro

Sowohl der Chevy Sail EV als auch der Chevy Cruise EV sind Prototypen. Mit einer Reichweite von 100 Meilen und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 Meilen pro Stunde könnte der Cruise EV-Prototyp möglicherweise in wenigen Jahren als Serienauto auf den US-Markt kommen, wenn sich die Tests als erfolgreich erweisen.

Die neueste Ankündigung von GM kommt nur wenige Tage vor dem Pariser Autosalon. Plant GM eine große Ankündigung oder vielleicht einen vollelektrischen Volt? Möglicherweise.