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Audi hat gerade ein vierjähriges Testprogramm für Elektroautos in seinem Heimatmarkt Deutschland abgeschlossen - und das Unternehmen sagt, es habe viel gelernt.

In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wurden Plug-in-Elektroautos in die Hände gewöhnlicher Fahrer gelegt, die zusammen 1, 4 Millionen Kilometer zurücklegten.

Wie bei anderen Testprogrammen für solche Automobilhersteller bestand das Ziel darin, reale Daten darüber zu sammeln, wie Verbraucher Elektroautos benutzten und wie sie darauf reagierten.

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Diese Reaktionen waren laut Audi überwiegend positiv, wobei einige Bedenken hinsichtlich des Mangels an Ladeinfrastruktur eingemischt waren.

In der Anfangsphase des Programms wurden 80 elektrische Prototypen mit erweiterter Reichweite des Audi A1 e-tron eingesetzt.

Basierend auf dem nur in Europa verkauften A1-Kleinwagen verwendet der e-tron einen 85-Kilowatt-Elektromotor (114 PS) und einen Lithium-Ionen-Akku mit einem Wankel-Rotationsmotor als Range Extender.

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Audi A1 e-tron erste Fahrt, Berlin

Audi fügte dem Test anschließend 40 serienmäßige A3 Sportback e-tron-Plug-in-Hybride hinzu, Versionen des Modells, das im vergangenen Dezember in den USA in den Handel kam.

Der A3 e-tron ist seit Ende 2014 in Europa erhältlich und verfügt über einen 1, 4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turbolader und ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das mit einem Elektromotor und einem 8, 8-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Akku arbeitet .

Unabhängig davon, welches Auto sie fuhren, legten die Teilnehmer laut Audi den größten Teil der Kilometer mit Strom zurück.

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A1-Fahrer absolvierten 87 Prozent ihrer Fahrten mit elektrischem Strom, während A3-Fahrer 70 Prozent der Zeit nur mit elektrischem Strom fuhren, so der Autobauer.

Ein besonders effizienter Fahrer füllte den Gastank trotz einer Strecke von 7.700 km nur einmal in fünf Monaten auf.

Dies liegt zum Teil daran, dass die meisten Fahrten der Fahrer relativ kurz waren.

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2016 Audi A3 e-tron - Erster Antrieb

Die Teilnehmer legten durchschnittlich weniger als 50 km pro Tag zurück, und rund die Hälfte der Fahrten lag laut Audi unter 10 km.

Trotzdem sei der Komfort der Fahrer mit den Autos laut Audi noch weitgehend von der Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen abhängig.

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Audi selbst wird voraussichtlich in die DC-Schnellladeinfrastruktur investieren, um das kommende vollelektrische SUV e-tron Q6 e6 zu unterstützen.

Dies ist eine Serienversion des auf der Frankfurter Automobilausstellung 2015 vorgestellten e-tron Quattro-Konzepts, das 2018 erstmals vorgestellt wird.

Vielleicht wird sich ein Teil der Erkenntnisse über die Verbrauchergewohnheiten, die Audi aus dem deutschen Testprogramm gewonnen hat, bei der Einführung dieses Modells als nützlich erweisen.

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