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Vor einem Jahr kündigte der berühmte Autodesigner Gordon Murray eine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Honda-Motorspezialisten Osamu Goto und der Ölgesellschaft Shell an, die als "Projekt M" bezeichnet werden soll.

Ziel war es, ein hocheffizientes Stadtauto zu entwickeln, das die Effizienz sowohl des Fahrzeugbetriebs als auch der Fertigung radikal verbessert.

Das Ergebnis ist ein Shell-Konzeptauto, das heute vorgestellt wurde.

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Es wird nicht in Produktion gehen, aber Shell und Murray glauben, dass einige der Technologien und Prozesse, mit denen es gebaut wurde, in zukünftige Serienautos integriert werden könnten.

Das Fahrzeug basiert auf dem Konzept des "Co-Engineering", bei dem Karosserie, Antriebsstrang und Schmiermittel so ausgelegt sind, dass sie miteinander arbeiten.

Das Auto erreicht 89, 1 mpg bei einer konstanten Geschwindigkeit von 45 Meilen pro Stunde, obwohl dies im etwas optimistischen europäischen Testzyklus gemessen wird.

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Shell Concept Car

Es wird von einem 0, 66-Liter-Dreizylinder-Benziner angetrieben, der vom europäischen Markt Smart Fortwo der vorherigen Generation übernommen wurde.

Der Motordesigner Goto und das Schweizer Spezialtechnikunternehmen Geo Technology haben daran gearbeitet, den Wirkungsgrad des Motors zu steigern, indem interne Komponenten ausgetauscht wurden, um die Reibung zu verringern.

Shell hat daraufhin speziell für das Auto Motoröl entwickelt, das allein eine Effizienzsteigerung von rund 5 mpg wert ist, so das Unternehmen.

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Die Karosserie ist stark von Murrays 2010er T25-Stadtauto mit einer hohen, schmalen Form entlehnt.

Der Fahrer erhält eine zentrale Sitzposition - ähnlich wie Murrays McLaren F1-Supersportwagen - mit zwei Beifahrersitzen auf beiden Seiten.

Das Auto wurde nach dem iStream-Produktionsverfahren gebaut, das laut Murray den Energiebedarf des Automobilbaus drastisch senken kann.

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Shell Concept Car

Für die Karosserie wurden recycelte Kohlefasern verwendet, wodurch das Gewicht reduziert und die Montagekosten auf ein Viertel gegenüber einem Auto mit Stahlkarosserie gesenkt wurden, sagt Shell.

Einige Komponenten wurden auch in 3D gedruckt, um den Montageprozess zu beschleunigen.

Murray ist seit Jahren in Gesprächen mit Autoherstellern über die Implementierung des iStream-Prozesses, aber bisher ist das einzige Fahrzeug, dessen Verwendung bestätigt wurde, ein bevorstehender Sportwagen der kleinen britischen Firma TVR.

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Die Unterstützung des Designs eines effizienzorientierten Konzeptautos ist eine Möglichkeit für ein Ölunternehmen wie Shell, sein Geschäft mit strengeren globalen Emissionsstandards in Einklang zu bringen.

Trotz zunehmender Besorgnis der Öffentlichkeit über den Klimawandel und der Forderung nach einem Übergang von fossilen Brennstoffen geht Shell davon aus, dass seine Produkte die Mehrheit der Personenkraftwagen über Jahrzehnte hinweg antreiben werden.

Es heißt, dass Benzin erst mindestens 2070 vollständig auslaufen wird.

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