Anonim

Es steht außer Frage, ob der BMW i3 ein bemerkenswertes und innovatives Auto ist.

Von der kohlefaserverstärkten Kunststoffkarosserie bis zum elektrischen Antriebsstrang und der Option eines Motors mit erweiterter Reichweite unterscheidet sich fast alles von anderen BMW Modellen.

Der i3 ist jedoch nicht der erste radikale Versuch von BMW, die Art und Weise, wie er Autos entwirft, zu überdenken.

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Es ist nur der erste, der es in die Produktion schafft.

BMW hat im Laufe der Jahre mehrmals mit Elektroautos experimentiert, unter anderem mit dem Bau eines weiteren kleinen Stadtautos, das als direkter Vorfahr des i3 gelten könnte.

Das Elektroauto BMW E1 debütierte 1991 auf der Frankfurter Automobilausstellung, ging aber nie in Produktion - und wurde kürzlich in einem Beitrag von BMW Blog in bester Erinnerung behalten.

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BMW E1

Der E1 wurde von der inzwischen aufgelösten Forschungsabteilung Technik von BMW unter der Annahme entwickelt, dass die relativ kurze Reichweite eines Elektroautos im Stadtverkehr weniger wichtig wäre.

Es hatte einen Natrium-Nickel-Chlorid-Akku, der bei Temperaturen von bis zu 245 ° C (473 ° F) betrieben wurde und nach den damaligen Testverfahren eine Reichweite von 150 km hatte.

Das ist vergleichbar mit vielen heutigen Elektroautos - einschließlich des i3 -, aber die 43 PS des E1 lassen zu wünschen übrig.

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Zumindest hatte der Antriebsstrang relativ wenig Gewicht zum Herumschieben.

Wie der i3 wurde der E1 mit Schwerpunkt auf leichten Materialien mit einem Aluminiumgehäuse und Kunststoffkarosserieteilen konstruiert.

Trotz seines innovativen Designs erwies sich der E1 jedoch nicht als besonders erfolgreich.

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BMW E1

Der einzige Prototyp fing beim Aufladen Feuer und brannte nieder.

Kurz darauf stoppte BMW das Projekt - und kehrte fast ein Jahrzehnt lang nicht zu Elektroautos zurück.

2008 wurde eine Testflotte mit 200 MINI E-Elektroumbauten auf den Markt gebracht, gefolgt von einer weiteren Flotte mit dem ActiveE, der auf dem 1er-Coupé basiert.

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Beide Modelle wurden für öffentliche Versuche gebaut, mit denen BMW Daten über die Nutzung von Elektroautos durch Verbraucher sammelte.

Dies erwies sich letztendlich als nützlich für die Entwicklung des i3, der angesichts der größeren Nachfrage nach Elektroautos auf den Markt kam, als sich Führungskräfte beim ersten Erscheinen des E1 hätten vorstellen können.

In diesem Sinne könnte man sagen, dass der E1 seiner Zeit voraus war.

[Hutspitze: Chris Neff]

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