Anonim

Gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, den mit Straßenfahrzeugen verbundenen Kohlenstoff zu reduzieren?

Oder sind Elektrofahrzeuge die beste und einzig praktikable Vorgehensweise?

Das ist die Debatte im Zentrum von zwei verschiedenen Berichten über die jüngsten Aktionen von Volkswagen in Europa in dieser Woche.

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Auf der Jahrestagung des Unternehmens Anfang dieser Woche bekräftigte VW-Konzernchef Matthias Müller die Pläne des Unternehmens, "Elektroautos zu einem der neuen Markenzeichen von Volkswagen zu machen".

Laut einem Bericht in The Telegraph, einer britischen Zeitung, wird das Unternehmen bis 2020 20 neue Modelle haben, die angeschlossen werden können.

Seine unmittelbarste Priorität sei es, alle Dieselautos zurückzurufen und zu modifizieren, die manipuliert wurden, um Emissionsprüfungen sowohl in der EU als auch in Nordamerika zu betrügen.

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2015 Volkswagen Golf TDI SE

Das Unternehmen muss offenbar anbieten, alle 482.000 seiner seit 2009 in den USA verkauften 2, 0-Liter-TDI-Dieselfahrzeuge zurückzukaufen, aber die endgültigen Bedingungen eines Vergleichs mit der EPA werden erst am 24. Juni veröffentlicht.

In der Tat hat sich praktisch jede Pressemitteilung von VW in den letzten Monaten entweder auf die Bemühungen des Unternehmens konzentriert, den wachsenden Diesel-Skandal anzugehen, oder auf die künftigen Produktreihen von Elektro- und Plug-in-Hybridmodellen und -konzepten.

Gleichzeitig beteiligt sich das Unternehmen an der Auto Fuels Coalition, die einen viel stärkeren Einsatz von Biokraftstoffen zur Reduzierung der Netto-Kohlenstoffemissionen aus dem Verkehr innerhalb Europas fordert.

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Eine von der Koalition in Auftrag gegebene Studie, zu der auch Shell Oil als Mitglied gehört und die vom Berater Roland Berger durchgeführt wurde, verwendet höchst pessimistische Annahmen über die Akzeptanzraten von Elektroautos in Europa.

Zu seinen Vorschlägen gehören die erweiterte Verwendung von Biokraftstoffen, die eindeutige Kennzeichnung der Kohlendioxidemissionen jedes Fahrzeugs und die stärkere Nutzung des EU-Handelssystems für CO2-Emissionen.

Ulrich Eichhorn, neu ernannter Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des VW-Konzerns, sagte, Plug-in-Fahrzeuge seien "Bausteine" für den künftigen emissionsarmen und emissionsfreien Verkehr, aber ein erweiterter Einsatz von Biokraftstoffen sei auch erforderlich, um aggressiven EU-Kohlenstoff zu begegnen -Reduktionsziele für 2025 und 2030.

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Biokraftstoffkulturen (Foto: Biokraftstoff-Forschungsallianz der Texas A & M University)

Ein Artikel in The Guardian, einer anderen britischen Zeitung, schlägt vor, dass die Vorschläge für Biokraftstoffe "für mehr als ein Jahrzehnt zum Ende bedeutender neuer Regulierungsmaßnahmen für Autoemissionen führen würden".

Diese und andere Aussagen werden jedoch von der Zeitung nur "einer EU-Quelle" zugeschrieben.

Die Roland Berger-Studie geht davon aus, dass sich nur eine geringe öffentliche Nachfrage nach Plug-in-Autos entwickeln wird, bis die Preise für erneuerbare Energien von ihrem derzeitigen Niveau fallen und die EU über 5 Millionen individuelle Ladepunkte für Elektroautos verfügt.

Die Debatte läuft auf eine "all das oben Genannte" Theorie hinaus, anstatt sich auf eine einzige Technologie zu konzentrieren.

Wie in vielen solchen Debatten über zukünftige Technologien, um globale Bedenken auszuräumen, gibt es auf beiden Seiten gültige Punkte.

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Volkswagen TDI 'Clean Diesel' Fernsehwerbung Screencap

Volkswagen kann jedoch feststellen, dass seine Aktionen im letzten Jahrzehnt, egal auf welche Weise er sich positioniert, ihn zum Prügelknaben für alle Seiten machen werden.

Was sagt das wieder über Karma?

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