Anonim

Die Verwendung von illegaler "Defeat Device" -Software durch Volkswagen in seinen TDI-Dieselfahrzeugen wurde weder von der Environmental Protection Agency noch von einer anderen Aufsichtsbehörde aufgedeckt.

Es wurde von unabhängigen Forschern der West Virginia University (WVU) in Zusammenarbeit mit dem International Council on Clean Transportation (ICCT) entdeckt.

Das fünfköpfige Team, das im WVU-Zentrum für alternative Kraftstoffe, Motoren und Emissionen arbeitete, stellte fest, dass VW Labortests betrog, nachdem drei Dieselautos unter realen Fahrbedingungen bewertet worden waren.

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Seitdem haben die Forscher in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit erhalten, darunter Anrufe von Leonardo DiCaprios "Leuten" zu einer Filmversion des VW-Skandals.

Es ist eine ziemliche Anpassung für diese selbsternannten "Engineering-Nerds", deren eigentliche Arbeit alles andere als glamourös ist, wie ein aktuelles Profil im College-Magazin der WVU zeigt.

Die WVU-Forscher hatten sicherlich nicht damit gerechnet, einen Skandal auszulösen, den Volkswagen acht Monate später noch nicht vollständig angegangen ist.

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2014 Volkswagen Passat TDI

Im Jahr 2013 erhielt die WVU vom ICCT 70.000 US-Dollar für die Erforschung der Dieselabgasemissionen.

Der Plan war zu sehen, ob Serien-Dieselautos in der realen Welt wirklich strenge US-Emissionsstandards erfüllen könnten, was sich als großer Coup für Diesel erwiesen hätte, wenn dies der Fall gewesen wäre.

Die Tatsache, dass Volkswagen TDI-Modelle überhaupt enthalten waren, war mehr oder weniger ein Zufall.

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Zu dieser Zeit verkaufte VW einen großen Teil der Dieselautos auf US-amerikanischen Straßen, aber die Forscher hatten kein bestimmtes Modell oder Hersteller im Auge.

Sie wollten nur Autos mit 120.000 Meilen auf dem Kilometerzähler.

Die Suche nach geeigneten gebrauchten Dieselautos an der Ostküste erwies sich als schwierig. Daher beschlossen die Forscher, ihre Tests nach Kalifornien zu verlegen.

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2012 Volkswagen Passat TDI Sechsmonatiger Straßentest

Dort liehen sie Dieselmodelle eines Volkswagen Jetta, eines Volkswagen Passat und eines BMW X5 von Vermietern und einem privaten Eigentümer aus.

Dass die VW-Modelle in der realen Welt weitaus höhere Emissionen verursachten als im Labor, war überraschend, aber nicht beispiellos.

In den 1990er Jahren hatte das Forschungszentrum die Verwendung von "Defeat Device" -Software durch sechs Hersteller von Hochleistungsdieselmotoren für Nutzfahrzeuge aufgedeckt.

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Diese Hersteller - Caterpillar, Cummins, Detroit Diesel, Mack Trucks, Navistar International, Renault und Volvo Truck - gaben zusammen rund 1 Milliarde US-Dollar für die Beilegung des Falls aus, einschließlich einer Zivilstrafe von 83, 4 Millionen US-Dollar.

Die EPA befahl den sechs außerdem, reale Emissionstests durchzuführen. Dies führte wiederum dazu, dass das Labor tragbare Emissionsmesssysteme oder PEMS entwickelte - die gleichen Geräte, mit denen das Emissionsbetrug von Volkswagen aufgedeckt wurde.

Seit Ende September die Nachricht vom VW-Skandal bekannt wurde, haben WVU-Forscher eine kompaktere Version dieses Geräts namens AirCom eingeführt.

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Tragbares Emissionsmesssystem (PEMS) (Foto von Millbrook Proving Ground)

Wenn ein Standard-PEMS ein sperriges Gerät enthält, das an der Rückseite eines Testwagens befestigt ist, sowie zusätzliche Hardware, die einen Rücksitz füllen kann, passt AirCom in ein Auspuffrohr.

Es wird auch erwartet, dass es nur ein paar hundert Dollar kostet, verglichen mit 250.000 Dollar für ein PEMS in voller Größe. Das würde es praktisch machen, in Fahrzeugflotten zu installieren, was mehr Daten liefert.

Volkswagen hat inzwischen die Umrisse einer Vereinbarung mit den Aufsichtsbehörden erreicht, wie rund 482.000 der betroffenen Dieselfahrzeuge angegangen werden sollen.

Von den Fahrern wird erwartet, dass sie die Möglichkeit erhalten, ihre Autos an VW zurück zu verkaufen oder sie an die EPA-Emissionsstandards anpassen zu lassen.

Die EPA und Volkswagen müssen bis zum 21. Juni die endgültigen Einzelheiten des Plans einreichen. Diese werden in einer vorläufigen Anhörung vor dem Bundesgericht am 26. Juli überprüft.

[Hutspitze: George K]

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