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Die derzeitige Batterietechnologie unterliegt für elektrische Nutzfahrzeuge den gleichen Reichweitenbeschränkungen wie für Elektroautos.

Während Elektrofahrzeuge für den lokalen Lieferservice und andere Nahbereichsoperationen geeignet sind, können sie sie derzeit im Fernverkehr nicht abschneiden.

Das Schweizer Schieneninfrastrukturunternehmen Furrer + Frey hat jedoch eine recht einfache und Low-Tech-Lösung: den Traktortausch.

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Furrer + Frey, das Geräte für die Elektrifizierung der Schiene bereitstellt, hat kürzlich Opbrid übernommen, einen Entwickler von Überkopf-Stromabnehmer-Ladesystemen für Lastkraftwagen und Busse.

Die kombinierten Unternehmen (als Furrer + Frey Opbrid) untersuchen derzeit Möglichkeiten zur Elektrifizierung von Langstrecken-LKWs.

Das Tauschen von Traktoren könnte eine der einfachsten Möglichkeiten sein, dies zu erreichen, argumentierte Opbrid-Gründer und aktueller Furrer + Frey-Manager Roger Bedell kürzlich in einer Präsentation des Green Car Congress (über Charged EVs).

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Volvo Concept Truck

Das vorgeschlagene Traktortauschmodell sieht vor, dass ein LKW mit einer fast leeren Batterie in eine Station fährt, an der ein voll aufgeladener Traktor darauf wartet, seinen Anhänger abzuholen.

In gewisser Weise ähnelt es dem aktuellen Verfahren der Formel-E-Elektroauto-Rennserie, bei der die Fahrer während des Rennens die Autos tauschen.

Bestimmte im Handel erhältliche Hardware könnte diesen Prozess erleichtern, stellte Bedell in seiner Präsentation fest.

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Eines davon ist das automatisierte Kupplungssystem Jost KKS, mit dem Traktoren und Anhänger mit minimaler Beteiligung des Fahrers gekoppelt und entkoppelt werden können.

Dies würde theoretisch den Austauschprozess beschleunigen.

Um sicherzustellen, dass Traktoren zur Vorbereitung auf den Tausch aufgeladen werden, hat Bedell sein eigenes Trukbaar-System freiwillig zur Verfügung gestellt.

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Ladesystem Furrer + Frey Opbrid Trukbaar

Dieses Gleichstrom-Schnellladesystem verwendet einen Stromabnehmer, wie er zum Antrieb elektrischer Züge verwendet wird.

Selbst mit den erforderlichen Ladestationen wäre der Austausch von Traktoren nach Bedell die am wenigsten komplexe Option für elektrische Langstrecken-Lkw in Bezug auf die Infrastruktur.

Er stellte jedoch auch fest, dass es einige mögliche Nachteile gibt.

Flotten von Traktoren und Anhängern müssten mit dem KKS-Kupplungssystem ausgestattet werden, um die Austauschzeiten zu verkürzen.

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Daimler Trucks Nordamerika SuperTruck

Swaps müssten ebenfalls genau geplant werden, und Verzögerungen könnten sich im gesamten System ausbreiten, ähnlich wie bei Flugreisen.

Das Tauschen von Traktoren begünstigt auch große Versender mit beträchtlichen Flotten von Traktoren.

Trotzdem ist es eine Möglichkeit, elektrische Sattelzugmaschinen auf die Straße zu bringen, auch wenn die Batterietechnologie nicht die Anforderungen erfüllt, die Betreiber derzeit benötigen.

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