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Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge stehen vor der Herausforderung einer globalen Kraftstoffinfrastruktur, die es nicht gibt und deren Bau Milliarden kosten wird. Strom hingegen ist so ziemlich überall.

Jetzt plant Mercedes, das einfache Aufladen eines Plug-in-Elektrofahrzeugs mit den Fernvorteilen von mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen zu kombinieren.

Die Mercedes-Benz GLC F-Zelle, die voraussichtlich im nächsten Jahr auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellt wird, wird das weltweit erste Plug-in-Brennstoffzellenfahrzeug sein.

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Der Hersteller hat heute einige vorläufige Informationen veröffentlicht, darunter die Größe seines Lithium-Ionen-Akkus, der eine Kapazität von "rund 9 Kilowattstunden" haben soll.

Das ist fast genau die Größe des 8, 8-kWh-Packs im aktuellen, kleinvolumigen Mercedes GLE 450e Plug-in-Hybrid, einem größeren Crossover-SUV einer früheren Generation.

Das Unternehmen nennt im europäischen Testzyklus eine kombinierte Elektro- und Wasserstoffreichweite von mehr als 500 Kilometern.

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Mercedes-Benz GLC F-Cell Prototyp

Konservativ sollte eine Batterie mit dieser Kapazität eine elektrische Reichweite von rund 40 Kilometern bieten - laut Mercedes bis zu 30 Kilometer im europäischen Zyklus -, die möglicherweise für die meisten lokalen Anwendungen beim Aufladen zu Hause ausreicht.

Dadurch könnte die Wasserstoff-Brennstoffzelle als eine Art Range Extender für Fahrten über größere Entfernungen oder höhere Geschwindigkeiten verbleiben.

Das in Kohlenstofffasern eingeschlossene Wasserstofftankpaar der GLC F-Cell fasst 4 kg gasförmigen Wasserstoff, der auf 10.000 psi komprimiert ist. Die neuesten standardisierten Wasserstoff-Kraftstoffpumpen können sie nach Angaben des deutschen Luxusherstellers in rund 3 Minuten nachfüllen.

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Laut Daimler ist die neueste Brennstoffzellentechnologie, die gemeinsam mit den Partnern Nissan und Ford entwickelt wurde, 30 Prozent kompakter als der Vorgänger.

Die Kosten sind ebenfalls stark niedriger und es wird nur ein Zehntel der Menge an Platin in seinem Stapel verwendet, die für frühere Brennstoffzellen erforderlich war.

Die Antriebsstrang-Steuerungssoftware der GLC F-Cell optimiert kontinuierlich die Energieeffizienz, sagt Mercedes, indem sie entweder die Batterie, die Brennstoffzelle oder beides verwendet, um die erforderliche Leistung mit der geringsten Energie zu liefern.

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Mercedes-Benz GLC F-Cell Prototyp

Wie bei jedem Fahrzeug mit Elektroantrieb ist auch beim regenerativen Bremsen die Batterie mit Energie aufgeladen, die sonst als Bremswärme verschwendet würde.

Die Grundlagen der neuen GLC-Frequenzweiche wurden von Anfang an so konzipiert, dass sie nicht nur Benzin- und Dieselantriebe, sondern auch Plug-in-Hybrid-, batterieelektrische und Wasserstoff-Brennstoffzellenvarianten umfasst.

Ein Jahr nach dem Debüt des GLC F-Cell wird Mercedes voraussichtlich den so genannten "ELC" vorstellen, einen vollelektrischen Crossover-SUV, der eine gewisse Struktur mit dem GLC teilt, aber ein einzigartiges Design und eine Reichweite von mehr als 250 Meilen bietet .

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Wie jedes Volumenfahrzeug der Mercedes-Benz-Reihe erhält auch der GLC eine Plug-in-Hybridversion mit einem herkömmlichen Benzinmotor und einem in das Automatikgetriebe integrierten Elektromotor.

Die GLC F-Cell wird im selben Montagewerk in Bremen gebaut, in dem das Modell seit Produktionsbeginn im Juli 2015 hergestellt wurde.

Die Technologie für den Brennstoffzellenstapel wurde von Daimler und Ford gemeinsam in ihrem Joint Venture Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC) in Vancouver, Kanada, entwickelt.

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Erste Lieferung von F-Zellen-Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen der B-Klasse von Mercedes-Benz, Newport Beach, Dezember 2010

Der Lithium-Ionen-Akku wird von der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive in Deutschland hergestellt und geliefert.

Daimler arbeitet seit fast 20 Jahren an der Brennstoffzellentechnologie, zunächst allein und dann seit 2013 mit den Partnern Ford und Nissan.

Das F-Cell-Fließheck der B-Klasse und der Citaro-Brennstoffzellen-Transitbus haben nach Angaben des Unternehmens inzwischen mehr als 12 Millionen km zurückgelegt.

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