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Volkswagen erwägt Berichten zufolge den Bau einer eigenen Batteriefabrik im Rahmen eines großen Engagements für Elektroautos.

Das Unternehmen strebt innerhalb von 10 Jahren den Verkauf von mehr als 1 Million Elektroautos an, möglicherweise bis zu 3 Millionen - wobei eine große Anzahl davon für China bestimmt ist.

Darin enthalten sind nicht nur Verkäufe des Hauptvolumens von Volkswagen, sondern auch anderer Marken des VW-Konzerns wie Audi und Porsche.

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Um Batteriezellen für all diese Autos zu liefern, kann Volkswagen laut Handelsblatt eigene Zellfertigungs- und Batteriemontagewerke bauen.

Der nicht geschäftsführende Aufsichtsrat von VW hat den Plan Berichten zufolge vor der Jahrestagung des Unternehmens am 22. Juni geprüft. Eine Entscheidung wird vor Jahresende erwartet.

[ Anmerkung des Herausgebers: Diese Geschichte wurde ursprünglich am 1. Juni 2016 veröffentlicht. Wir haben sie aktualisiert, um die neuere Berichterstattung von Bloomberg über potenzielle Batteriezellenpartner für Volkswagen widerzuspiegeln.]

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Volkswagen Budd-e Konzept

Die Batteriefabrik wird bereits offenbar vom Volkswagen-Betriebsrat und dem größten Aktionär des Landes Niedersachsen unterstützt.

Niedersachsen wäre auch der wahrscheinliche Standort für eine Batteriefabrik mit Kosten von 1, 7 bis 2 Milliarden Euro (1, 9 bis 2, 2 Milliarden US-Dollar). Der Gesamtplan für mehrere Fabriken könnte 10 Milliarden Euro kosten.

Über die Möglichkeit einer solchen Volkswagen Batteriefabrik in Deutschland wurde erstmals vom Handelsblatt berichtet.

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Um das Ziel von 1 Million Einheiten zu erreichen, wird sich VW wahrscheinlich stark auf die im letzten Jahr angekündigte MEB-Plattform für kompakte Elektroautos verlassen.

Das Unternehmen hat außerdem eine elektrische Version der nächsten Luxuslimousine von Volkswagen Phaeton sowie Serienversionen der SUV- und Porsche Mission E-Limousinenkonzepte Audi e-Tron Quattro angekündigt. Diese Luxusmodelle werden sich jedoch wahrscheinlich in etwas geringen Stückzahlen verkaufen.

Neben der Lieferung größerer Mengen von Elektroautos soll das Ziel des Besitzes von Batteriefabriken darin bestehen, VW dabei zu unterstützen, unabhängig von Lieferanten wie Panasonic, Samsung und LG Chem zu arbeiten.

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Volkswagen Budd-e Konzept

Die beiden südkoreanischen Firmen haben sich bereits verpflichtet, Batteriezellen für den Audi Electric SUV zu liefern, der 2018 fällig ist.

Berichten zufolge gehören sie zu den Top-Wettbewerbern bei der Bereitstellung von Zellherstellungstechnologie und Fertigung für zukünftige VW-Anlagen.

Tesla arbeitet eng mit Panasonic an seiner riesigen Batterie "Gigafactory" in Nevada zusammen, wobei das japanische Unternehmen technisches Wissen und Geld einbringt.

General Motors ging eine weitreichende Partnerschaft mit LG ein, in der das koreanische Unternehmen zahlreiche Komponenten für das Elektroauto Chevrolet Bolt EV des Detroiter Unternehmens entwickelte.

Andere Unternehmen haben kein Problem damit, Batteriezellen von Lieferanten zu kaufen.

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Volkswagen e-Golf und e-Up Elektroautos

Daimler hat kürzlich Pläne angekündigt, die Produktionskapazität für Akkus bei seiner Batterietochter Deutsche Accumotive zu verdreifachen.

Das Unternehmen wird 500 Millionen Euro für eine zweite Batterieanlage ausgeben, in der Packungen mit Zellen hergestellt werden, die von südkoreanischen Lieferanten hergestellt werden.

Daimler hat im vergangenen Jahr seine Zelltochter Li-Tec geschlossen und erklärt, es sei einfach nicht wirtschaftlich, Zellen selbst in Deutschland herzustellen.

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