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Regeneratives Bremsen wird üblicherweise in Hybriden und Elektroautos verwendet, um Energie zurückzugewinnen, die normalerweise beim Bremsen als Wärme verloren geht.

Dies ist jedoch nicht die einzige potenzielle Energiequelle in Autos, die möglicherweise verschwendet wird.

Audi hat ein Prototyp-Federungssystem entwickelt, das die Bewegung von Stoßdämpfern auch zur Stromerzeugung nutzt.

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Das als eROT bezeichnete System wurde nicht für die Produktion bestätigt, bietet jedoch einige interessante Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz zukünftiger Autos.

Das System basiert auf elektromechanischen Rotationsdämpfern anstelle der hydraulischen Dämpfer, die in den meisten herkömmlichen Aufhängungen verwendet werden.

Es ist die Aufgabe eines jeden Aufhängungssystems, die vertikalen Auf- und Abbewegungen eines Rades zu regulieren, die als Kompression bzw. Rückprall bezeichnet werden.

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2017 Audi S5 First Drive

Im Audi eROT-System werden diese Bewegungen über einen mit dem Rad verbundenen Arm auf ein Getriebe übertragen.

Dies wandelt diese Bewegungen in eine Drehbewegung um, die wiederum zur Stromerzeugung verwendet wird.

Audi behauptet, dass das System auf sehr holprigen Straßen bis zu 613 Watt erzeugt.

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Unebene Straßenoberflächen sind für Fahrzeuginsassen möglicherweise nicht besonders angenehm. Da sie jedoch eine erhöhte Federungsbewegung auslösen, eignen sie sich optimal zur Stromerzeugung.

Von eROT geernteter Strom könnte möglicherweise in die Batteriepacks von Hybrid- oder Elektroautos eingespeist werden.

Alternativ könnte die Energie verwendet werden, um Zubehör anzutreiben und die Belastung eines Verbrennungsmotors zu verringern, wie dies bei dem derzeit von Mazda angebotenen regenerativen Bremssystem i-ELOOP der Fall ist.

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2016 Audi A3 e-tron - Erster Antrieb

In seiner Pressemitteilung zum System stellte Audi fest, dass eROT zusammen mit einem 48-Volt-Bordnetz verwendet wird, das einen 0, 5-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Akku enthält.

Mehrere Zulieferer fördern 48-Volt-Systeme für sogenannte "milde Hybride", die zusätzliche elektrische Energie liefern, aber nicht in der Lage sind, ein Auto allein mit Strom anzutreiben.

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Audi behauptet, eROT könne sich nicht nur Strom erzeugen, sondern auch leichter an andere Straßenoberflächen anpassen als herkömmliche Aufhängungssysteme.

Das liegt daran, dass die Rückprall- und Kompressionsraten der elektromechanischen Rotationsdämpfer laut Audi unabhängig voneinander eingestellt werden können.

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2016 Audi A3 e-tron - Erster Antrieb

Der Autobauer sagt auch, dass eROT kompakter als herkömmliche Aufhängungssysteme ist und zusätzlichen Platz für andere Zwecke schafft.

Audi hat zwar keine konkreten Pläne zur Verwendung von eROT für ein Serienmodell veröffentlicht, plant jedoch die Einführung eines Modells mit einem 48-Volt-Bordnetz im Jahr 2017.

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Dieses Modell wird einen "Hochleistungs-Mild-Hybrid-Antrieb" verwenden, sagt Audi.

Im folgenden Jahr wird Audi auf der Frankfurter Automobilausstellung 2015 ein vollelektrisches SUV auf Basis des e-tron quattro-Konzepts auf den Markt bringen und danach jedes Jahr ein neues Hybrid- oder Elektroauto auf den Markt bringen.

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