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Europäische Autohersteller haben vorgeschlagene Emissionsnormen, die Pkw sowie große Nutzfahrzeuge wie schwere Lastkraftwagen und Busse stärker einschränken würden, als unrealistisch angegriffen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen sich strengeren Vorschriften für ihre Produkte widersetzen, aber in diesem Fall hat das Argument der Autoindustrie sie zu einem unwahrscheinlichen Verbündeten gemacht.

Sowohl die ACEA-Lobbygruppe als auch die Umweltgruppe Transport & Environment lehnen die neuen Vorschriften aus demselben Grund ab wie die Autohersteller.

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Das liegt daran, dass der neue Emissionsplan tiefgreifende Einschnitte für Straßenfahrzeuge vorsieht, die Emissionen von Schiffen und Flugzeugen jedoch völlig ignoriert, berichtet WardsAuto.

Die vorgeschlagenen Regeln wurden in einem von der Europäischen Kommission am 20. Juli veröffentlichten formellen Strategiepapier enthüllt.

Sie wurden entworfen, um der EU dabei zu helfen, ein 2014 festgelegtes Ziel zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken.

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2017 Honda Civic Schrägheck

Wichtige Punkte sind stärkere Emissionsreduzierungen für Pkw und Kleintransporter sowie die ersten Emissionsreduzierungen für große Lkw und Busse.

Transport & Environment stimmte den vorgeschlagenen Lkw-Grenzwerten zu, kritisierte jedoch gemeinsam mit den Autoherstellern den ausschließlichen Fokus der politischen Entscheidungsträger auf die Emissionen von Straßenfahrzeugen.

Sie kritisierte den EU-Plan als "völlig ehrgeizig", die Emissionen aus Luft- und Schifffahrt zu reduzieren.

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Die Europäische Kommission argumentiert ihrerseits, dass die meisten Kürzungen aus diesem Sektor stammen sollten, da Straßenfahrzeuge rund 70 Prozent der Verkehrsemissionen ausmachen. Verkehrsflugzeuge machen dagegen nur 2 Prozent aus.

Die Regeln wurden noch nicht endgültig festgelegt, so dass noch Raum für mögliche Emissionsreduzierungen von Schiffen und Flugzeugen besteht, sagte ein Sprecher gegenüber WardsAuto.

Aufgrund ihres internationalen Charakters hat sich die Regulierung der Emissionen aus der Luftfahrt- und Schifffahrtsbranche als schwierig erwiesen.

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Airbus A320

Anfang dieses Jahres veröffentlichte die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), die Luftfahrtbehörde der Vereinten Nationen, einen Verordnungsentwurf für Flugzeugemissionen.

Im Falle eines Inkrafttretens würden diese Standards eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 4 Prozent gegenüber 2015 für neue Flugzeuge ab 2028 erfordern.

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Sie würden auch neue Grenzwerte für bereits in Produktion befindliche Flugzeuge festlegen, die nach 2023 ausgeliefert würden, wobei die Emissionen je nach Flugzeuggröße um 0 bis 11 Prozent gesenkt würden.

Umweltverbände kritisierten den Vorschlag jedoch mit der Begründung, dass die Vorschriften das erwartete Wachstum der Emissionen von Fluggesellschaften aufgrund aggressiver Wachstumspläne für die Anzahl der Flugzeuge am Himmel nicht einschränken würden.

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Airbus A380

Während Fluggesellschaften heute nur noch 2 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen ausmachen, glauben viele Analysten, dass sich ihre Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts verdreifachen könnten, wenn das projizierte Wachstum des Flugverkehrs eintritt.

Unabhängig davon drängt die Obama-Regierung die EPA, US-spezifische Standards für Fluggesellschaften zu entwerfen, von denen erwartet wird, dass sie etwas strenger sind als die von der ICAO vorgeschlagenen.

Die Regelungsentwürfe könnten bis Januar fertiggestellt sein, müssten jedoch von der nächsten Präsidialverwaltung fertiggestellt und verabschiedet werden.

Es ist erwähnenswert, dass die Reduzierung der Emissionen von Flugzeugen und Schiffen einen geringen Vorteil für Autos haben kann, da sie ihren gesamten CO2-Fußabdruck verringern, indem sie die Emissionen reduzieren, die mit dem Transport von Fabriken zu Händlern verbunden sind.

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