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Während den batterieelektrischen und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieben große Aufmerksamkeit geschenkt wird, versuchen die Autohersteller immer noch, den Verbrennungsmotoren mehr Effizienz zu verleihen.

Jetzt ist Infiniti bereit, eine Technologie in Serienautos einzuführen, die zuvor durch etwas einfachere Korrekturen außer Kraft gesetzt wurde.

Die Luxusmarke Nissan wird einen Motor mit variabler Kompression auf den Markt bringen, der das Kompressionsverhältnis ändern kann.

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Das ist das Volumen der Brennkammer, wenn sich ein Kolben am unteren Ende seines Hubs befindet, im Vergleich dazu, wenn sich ein Kolben am oberen Ende seines Hubs befindet - etwas, das bei herkömmlichen Motoren festgelegt ist.

Der als VC-T (Variable Compression - Turbo) bezeichnete Motor hat die Fähigkeit, seinen Hubraum bei geringer Last effektiv zu verkleinern, wodurch weniger Kraftstoff verbraucht wird.

Wenn mehr Leistung benötigt wird, ändert der Motor seine Konfiguration, um einen größeren Hubraum zu bewirken.

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Infiniti VC-T-Motor (mit variabler Kompression und Turbolader)

Der erste VC-T-Motor wird ein turbogeladener Inline-4 sein, von dem Infiniti behauptet, dass er die Leistung eines V-6 mit Saugmotor bietet.

Das Kompressionsverhältnis kann zwischen 8: 1 für maximale Leistung und 14: 1 für maximale Effizienz variieren.

Das niedrigere Verdichtungsverhältnis von 8: 1 ermöglicht einen höheren Ladedruck vom Turbolader ohne die Gefahr einer Detonation oder eines Motorklopfens.

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Die Einstellungen werden abhängig von den Fahrbedingungen automatisch angepasst, ohne dass der Fahrer daran beteiligt ist.

Das Kompressionsverhältnis wird mit einem rotierenden Gerät namens Harmonic Drive geändert.

Es verwendet mechanische Verbindungen, um die Verbindung zwischen einem Kolben und der Kurbelwelle zu ändern und die maximale Höhe, die der Kolben innerhalb des Zylinders erreichen kann, und damit das Kompressionsverhältnis einzustellen.

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Infiniti VC-T-Motor (mit variabler Kompression und Turbolader)

Infiniti plant, 2018 mit der Einführung des VC-T-Motors zu beginnen. Weitere Einzelheiten werden auf dem Pariser Autosalon 2016 bekannt gegeben.

Mehrere Autohersteller - darunter General Motors, Mercedes-Benz und Saab - haben mit Motoren mit variabler Verdichtung experimentiert, aber Infiniti ist wahrscheinlich der erste, der einen in Produktion bringt.

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Das Mercedes-Benz F700-Konzept, das 2007 auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellt wurde, war mit einem Motor mit variabler Verdichtung ausgestattet, dem "DiesOtto".

Zu der Zeit sagte Mercedes, dass der winzige 1, 8-Liter-4-Zylinder-Motor mit zwei Turboladern die Leistung eines 3, 5-Liter-V-6 bieten könnte.

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2007 Mercedes-Benz F700 Konzept

Der deutsche Autobauer war zuversichtlich, dass die Technologie mit variabler Verdichtung das langfristige Überleben von Verbrennungsmotoren sicherstellen würde.

Seitdem haben die Automobilhersteller Motoren mit variabler Verdichtung weitgehend zugunsten weniger komplexer Technologien wie Direkteinspritzung, verkleinerten Turbomotoren und effizienteren Getriebekonstruktionen beiseite geschoben.

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Die Notwendigkeit, immer strengere Kraftstoffverbrauchsstandards einzuhalten, bedeutet jedoch, dass sich die Automobilhersteller wahrscheinlich immer komplexeren Technologien zur Verbesserung der Effizienz zuwenden werden.

Ein Motor mit variabler Verdichtung liefert jedoch wahrscheinlich immer noch nicht die Effizienz eines vollelektrischen Autos wie beispielsweise des Leaf von Infiniti-Eltern Nissan.

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