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Die deutschen Aufsichtsbehörden haben Porsche am Dienstag mit einer Geldstrafe von 600 Millionen US-Dollar (535 Millionen Euro) belegt, weil sie Autos mit Dieselmotoren von Audi verkauft haben, die die europäischen Emissionsanforderungen nicht erfüllen.

Die Autos, einschließlich Cayenne und Panamera, verwendeten einen 3, 0-Liter-Diesel-V-6 und übertrafen die europäischen Emissionsstandards für Stickoxide, die zum Smog beitragen.

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Eine von den Aufsichtsbehörden durchgeführte Untersuchung ergab, dass Porsche-Mitarbeiter ab 2009 die Augen vor dem Betrug mit Emissionen verschlossen hatten. In einer Pressemitteilung, in der die Geldbuße angekündigt wurde, betonte Porsche, dass die Ermittler die Nachlässigkeit "mehrere Ebenen unter" Führungspositionen festgestellt hätten.

Die Geldbuße ist die letzte Aktion gegen Porsche und eine der letzten gegen VW, um die rechtlichen Auswirkungen des größeren VW-Emissionsbetrugsskandals zu beseitigen. Im September kündigte Porsche an, den Verkauf von Dieseln ganz einzustellen, da der Schwerpunkt auf der Entwicklung und dem Verkauf neuer Elektromodelle wie der neuen elektrischen Leistungslimousine Taycan liegt, die Ende dieses Jahres auf den Markt kommen soll.

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Audi wurde im vergangenen Oktober wegen seiner führenden Rolle im Betrugsskandal um Dieselemissionen mit einer Geldstrafe von 800 Millionen Euro belegt. Im vergangenen Monat stellten die Regulierungsbehörden der Europäischen Union in einem separaten Fall, der durch die laufenden Untersuchungen zu Dieselemissionen ausgelöst wurde, fest, dass deutsche Autohersteller Absprachen getroffen hatten, um die effektivste Emissionskontrollsysteme der europäischen Verbraucher.