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Was kommt als nächstes nach einer Partnerschaft für Sportwagen? Möglicherweise eine für einen elektrischen SUV.

Das ist der neueste Plan von Toyota und Subaru, so eine gemeinsame Erklärung der Autohersteller am Donnerstag.

Das neue gemeinsame Projekt wird einen neuen mittelgroßen elektrischen SUV entwickeln, der die Elektroautotechnologie von Toyota und die Allradtechnologie von Subaru verwendet, so die Unternehmen.

Toyota besitzt 16 Prozent von Subaru, und die beiden Unternehmen haben eine Partnerschaft zur Entwicklung der gemeinsamen Sportwagen Subaru BRZ und Toyota 86 (ehemals Scion FR-S) geschlossen, obwohl dieses Projekt Berichten zufolge mit Meinungsverschiedenheiten über den Antriebsstrang behaftet war. Seitdem hat Toyota auch die Plug-in-Hybridtechnologie seines Prius Prime (und Teile des RAV4 Hybrid) mit Subaru als Ausgangspunkt für den Subaru Crosstrek Hybrid 2019 geteilt.

In der Produktpalette beider Unternehmen fehlen jedoch auffällig rein elektrische Modelle.

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Toyota-Subaru Plattform für Elektrofahrzeuge

Im Jahr 2017 gründete Toyota zusammen mit dem japanischen Teilelieferanten Denso ein Joint Venture mit Mazda, um gemeinsam Komponenten und eine Plattform für Elektroautos zu entwickeln. Diese Partnerschaft wird voraussichtlich zu einem neuen Elektromodell von Mazda für 2020 führen, wahrscheinlich mit einer kurzen Reichweite und einem optional erhältlichen Benzin-Range-Extender, bei dem es sich möglicherweise um einen winzigen Rotationsmotor handelt.

Das neue Projekt wird zu einer gemeinsamen Plattform führen (ähnlich dem BRZ / 86-Projekt), die neue mittelgroße elektrische SUV-Modelle beider Autohersteller unterstützen wird. In der gemeinsamen Erklärung sagten Subaru und Toyota, dass die Plattform auch flexibel genug sein wird, um zukünftige Modelle zu bauen, darunter mittelgroße und große SUVs und Limousinen sowie "Derivatmodelle".

In einer ähnlichen Erklärung sagte Subaru, dass es nun seine unabhängigen EV-Entwicklungsressourcen auf dieses gemeinsame Projekt verlagern werde.

"Die Automobilindustrie befindet sich inmitten einer tiefgreifenden Transformation in einem Jahrhundert", so die Unternehmen. "Die Kommerzialisierung von BEVs erfordert die Verwendung von Batterien mit großer Kapazität, und zusammen mit der Popularisierung von BEVs werden Anforderungen an eine neue Dimension an die Batterieversorgung gestellt."

Die Vereinbarung könnte einen kleinen Durchbruch in Toyotas Ansatz für Elektrofahrzeuge darstellen. Bisher hat sich das Unternehmen unter Ausschluss der Entwicklung von Elektrofahrzeugen auf seine Hybridtechnologie konzentriert und die Nachfrage der Verbraucher nach Elektroautos und deren Lebensfähigkeit öffentlich in Frage gestellt.

Angesichts der weltweiten Vorschriften, die Emissionsreduzierungen erfordern, die Gasmotoren allein nicht erfüllen können, benötigt das Unternehmen jedoch eine Strategie zum Verkauf von Elektrofahrzeugen und zur Beschaffung großer Batterievorräte.