Anonim

Mit dem Debüt des Mercedes-Benz Vision EQS-Showcars ​​am Dienstag in Frankfurt zeigt der deutsche Autohersteller mehr als nur zukünftige Elektrofahrzeuge.

Der EQS „weist den Weg in die Zukunft von Mercedes-Benz“, erklärt der Autohersteller und gibt einen Ausblick auf „eine neue Dimension nachhaltigen Luxus“.

Im Rahmen der Initiative „Ambition 2039“will MB seine gesamte Flotte in 20 Jahren klimaneutral machen. Ein Teil des Weges dorthin besteht darin, eine Reihe paralleler rein elektrischer Modelle unter der Submarke EQ zu erstellen. Dazu gehört ein vollelektrischer Kontrapunkt zum Flaggschiff der S-Klasse - ein Flaggschiff für EQ selbst - und dieses Konzeptfahrzeug zeigt, dass Mercedes sich angesichts der Flexibilität bei der Verpackung von Elektrofahrzeugen nicht verpflichtet fühlt, die formelle und lange S-Klasse einzuhalten -hood-Profil.

Noch einfacher ausgedrückt ist der EQS ein Flaggschiff für Elektrofahrzeuge bei Mercedes-Benz und möglicherweise ein Flaggschiff für die gesamte Marke, das möglicherweise den Platz einnimmt, den die S-Klasse derzeit einnimmt.

Image

Mercedes-Benz Vision EQS-Konzept

Obwohl der EQS eine Limousine ist, aber die engste Definition, scheinen das sogenannte „One Bow“-Design und die weiche Konturierung die Linien optisch zu verwischen und lassen ihn fast wie ein hochschultriges Sportcoupé aus der Nähe erscheinen. Diese Schulterlinie wird mit einem neuen „Lichtgürtel“-Thema akzentuiert, wobei ein Großteil des darüber liegenden Raums entweder Glas oder verdunkeltem Blech überlassen bleibt. Und in Übereinstimmung mit der Concept-Car-Tradition fährt der EQS auf unpraktisch großen 24-Zoll-Mehrspeichenrädern.

Digital Light-Scheinwerfer verfügen über zwei holographische Linsenmodule, um einen komplementären „Lichtgürtel“zu erstellen, der sich um 360 Grad um das Fahrzeug dreht. Und der Vision EQS hat das, was Mercedes-Benz als Weltneuheit bezeichnet: einen digitalen Frontgrill mit 188 LED-Leiterplatten, die in einer Lichtmatrix mit 940 einzelnen LEDs angeordnet sind, um „eine neue Ebene präziser Signalisierung“zu erreichen - möglicherweise in Zukunft autonom Fahrzeugmerkmale.

Der EQS nimmt Designtipps von Luxusyachten auf und bietet ein umfassenderes Cockpit-Design, das auf die Richtung zukünftiger Mercedes-Benz Serienmodelle hinweist. Im Inneren gibt es mehrere Anspielungen auf Nachhaltigkeit: Mikrofasersitze aus recycelten Plastikflaschen, Kunstleder und ein Dachhimmel aus recycelten Meeresabfällen.

Image

Mercedes-Benz Vision EQS-Konzept

Das Konzept bietet auch eine erweiterte MBUX-Oberfläche, die die Grenzen zwischen Innenflächen und Bildschirmen verwischt.

Der Vision EQS wird von zwei Motoren (jeweils einer vorne und hinten) angetrieben, die 469 PS und 560 Pfund-Fuß Drehmoment für eine Beschleunigung von 0 bis 60 Meilen pro Stunde von weniger als 4, 5 Sekunden bieten. Mercedes sagt, dass es eine Reichweite von bis zu 435 Meilen hat, basierend auf dem europäischen WLTP-Zyklus.

Eine Gleichstrom-Schnellladung mit 350 kW würde es ermöglichen, die von der Daimler-Tochter Accumotive gelieferte Batterie in weniger als 20 Minuten auf 80 Prozent aufzuladen. Mit einem Mercedes me Charge hilft der Autobauer den Besitzern, Lademöglichkeiten aus erneuerbaren Quellen zu finden.

Das Konzept-Flaggschiff besteht aus einer Mischung aus Stahl, Aluminium und Kohlefaser sowie anderen recycelten Materialien.

Image

Mercedes-Benz Vision EQS-Konzept

Jochen Hermann, Entwicklungsleiter für Elektroantrieb bei Daimler, bestätigte gegenüber Green Car Reports, dass der EQS auf einer speziellen Idee für eine elektrische Plattform basiert, die seiner Meinung nach mit diesem Verpackungs- und Kabinendesign nur mit Elektroantrieb und seiner größeren Flexibilität möglich wäre. Es ist jedoch nicht die modulare Elektrifizierungsarchitektur (MEA), die das Unternehmen für andere kleinere Elektrofahrzeuge erörtert hat.

Laut Berichten, in denen Quellen des Unternehmens zitiert werden, könnte der EQS seine Plattform mit dem kommenden Mercedes-Benz EQE teilen, einer Limousine, die direkter gegen das Tesla Model S antreten würde.

Mercedes-Benz verleiht dem Niveau vermeintlicher selbstfahrender Hardware und Systeme auch eine Portion Pragmatismus - obwohl es feststellt, dass es in Zukunft für ein erweitertes vollautomatisches Fahren bereit sein wird. Der Vision EQS unterstützt das automatisierte Fahren der Stufe 3, das den Fahrer für längere Autobahnfahrten unterstützt.