Anonim

Seltenerdmetalle erhöhen die Kosten für die Produktion von Elektroautos und belasten die Umwelt stärker, wenn sie nicht verantwortungsbewusst oder legal abgebaut werden.

Es ist einer der wenigen Fehler in der Produktion von Elektrofahrzeugen seit den 1990er Jahren, die bis heute bestehen bleiben.

Ein Problem mit Graphenbatterien war, dass sie möglicherweise eine weitere Abhängigkeit von Seltenerdmetallen oder Edelmetallen einführen, die möglicherweise verantwortungslos abgebaut werden. Laut Mercedes-Benz verfügt das Unternehmen jedoch über eine graphenorganische Batterie für die Zellchemie, die die Notwendigkeit einer Abhängigkeit von Kobalt, Lithium oder anderen Metallen umgehen könnte. Sie wären auch kompostierbar und recycelbar. Das Mercedes-Benz AVTR-Konzept, das am Dienstag auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt wurde, verwendet diese Art von Batterie und könnte auf eine größere Tendenz hin zu umweltverträglichen Batterien hinweisen.

Das AVTR-Konzept (kurz für "Advanced Vehicle Transformation") ist in vielerlei Hinsicht weit entfernt. Mercedes stellt sich eine biometrische Verbindung mit dem Auto vor, die Atmung und Herzschlag erkennen kann, um Fahrer zu identifizieren. Noch weiter entfernt: Das Konzeptauto verfügt über ein palmenbasiertes Menüsystem, mit dem Fahrer die fiktive Welt Pandora aus dem Film "Avatar" in 3D erkunden können.

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Mercedes-Benz Vision AVTR-Konzept

Solche Merkmale und die 33 Reptilien-aussehenden "bionischen Klappen" auf der Rückseite sind in keinem Serienauto in unserem oder einem anderen Leben zu sehen, aber was darunter liegt, könnte sein.

Laut Mercedes wird das Konzept von den nachhaltigen Graphenbatterien angetrieben, die es schon seit einiger Zeit gibt. Der Autohersteller Fisker versprach einmal Festkörper-Graphenbatterien für seine bevorstehende Emotion, gab die Idee jedoch auf. Fiskers Auto ist, wie die von ihm versprochene Batterie, noch nicht entstanden.

Smartphones und andere Elektronikhersteller haben Graphen für Batterien bereits in Betracht gezogen, dank der superkondensatorähnlichen Lade- und Entladezyklen der Materialien, die Sekunden dauern, und der Leitfähigkeit, die Kupfer oder Silizium überlegen ist. Samsung kündigte 2017 an, die Technologie für seine Smartphones zu erforschen, und Branchenexperten sagen, dass Smartphones mit Graphenbatterien bereits im nächsten Jahr erscheinen könnten.

Die meisten Experten sind sich einig, dass sich Graphen in einem frühen Entwicklungsstadium befindet - das Material wurde erst vor 15 Jahren entdeckt -, aber das Potenzial für Elektroautos scheint in Zukunft enorm zu sein.